Viennacontemporary

ZONE1

ZONE1 ist die zentrale Plattform von viennacontemporary für aufstrebende künstlerische Positionen. 2025, im zehnten Jahr ihres Bestehens präsentiert die vielbeachtete Sektion Soloausstellungen von zehn herausragenden Künstler:innen unter 40 Jahren mit enger Verbindung zu Österreich.

 

Kurator Aliaksei Barysionak bringt künstlerische Praktiken zusammen, die sich mit Themen wie Migration und Vertreibung und kritischen feministischen Perspektiven auseinandersetzen und rückt so Positionen in den Fokus, die essenziell für Wiens zeitgenössische Kunstszene sind, innerhalb der österreichischen Institutionenlandschaft jedoch häufig unterrepräsentiert bleiben.


STATEMENT DES KURATORS

Dieses Jahr richtet ZONE1 den Blick kritisch auf eine Welt, die sich in ihren eigenen Widersprüchen verstrickt hat. Verankert im pulsierenden, facettenreichen Kunstleben Wiens, verbindet ZONE1 aufstrebende Stimmen, die sich mit einer klugen, eindringlichen und überzeugenden Sprache ausdrücken und das Publikum durch direkte und greifbare Ansätze in den Bann ziehen. Anstatt sich auf eine einzige Ästhetik oder ein einziges Medium festzulegen, bewegt sich die Auswahl auf einem vielfältigen Terrain formaler und politischer Untersuchungen – von feministischer Figuration und Sozialkritik bis hin zu konzeptionellen Strategien, die sich mit Erinnerung, Vertreibung und Macht auseinandersetzen. Einige Künstler sprechen direkt aus der Geschichte des Umbruchs und der Verdrängung, andere reflektieren über Kontrollsysteme, technologische Überholung und die Materialität des täglichen Lebens.
Ölmalerei und digital bearbeitete Bilder thematisieren Gewalt und Enteignung. Plastiktüten offenbaren unerwartete Wahrheiten. Möbelstücke stellen Besitzverhältnisse, Bürokratie und Autorität infrage. Schiefer und gebeizter Stahl speichern Erinnerungen und verweisen auf das Scheitern technologischer Innovation.

An der Schnittstelle von Politik und Ästhetik stellt ZONE1 Fragen zu den unterschiedlichen Bedingungen, unter denen wir in einem Moment der planetarischen Notlage leben. 
Mal geschieht dies spielerisch, mal mit schonungsloser Direktheit.

ÜBER DEN KURATOR

Geboren 1992 in Weißrussland, arbeitet Aliaksei Barysionak als Kurator und Autor an der Schnittstelle zwischen zeitgenössischer Kunst, kritischer Theorie und politischem Denken. Sein kuratorischer Fokus liegt auf transnationalen Diskursen und postsozialistischen Kontexten, insbesondere auf jungen Stimmen und weniger sichtbaren Regionen.

Als ehemaliger Fellow des Vera List Center for Art and Politics an der New School in New York (2022–2024) und Kurator der Matter of Art Biennale 2024 in Prag, verfolgt Barysionak einen fundierten, forschungsbasierten Zugang zur Ausstellungspraxis.
Er lebt in Wien und versteht sich als Brückenbauer zwischen Ost- und Westeuropa. Seine Texte erschienen u. a. in e-flux journal, springerin und L’Internationale Online. Seit 2020 ist er Teil des Teams von viennacontemporary, mit besonderem Fokus auf künstlerischen Praktiken aus Mittel- und Osteuropa.


ZONE1 findet mit freundlicher Unterstützung des Bundesministeriums für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS) statt.


KÜNSTLER:INNEN

Melanie Ebenhoch | GALERIE BRUGGER 

Hélène Fauquet | MEYER*KAINER

Tobias Izsó | Christine König Galerie

Terese Kasalicky | GALERIE3

Kateryna Lysovenko | TBA 

Fabian Reetz | SOLO Gallery

Driton Selmani | Galerie Ernst Hilger

Natália Sýkorová | VUNU 

Huda Takriti | CRONE

Dominika Trapp | Kisterem


 

Ebenhoch bewegt sich in ihrer Arbeit an der Schnittstelle von Malerei, Skulptur und Installation. Ihre Bildsprache ist geprägt von Kunst- und Filmgeschichte, Psychoanalyse und Architektur. Mit optischen Täuschungen und filmischen Inszenierungen schafft sie gezielt Momente der Irritation, Risse und Verschiebungen in unserer Wahrnehmung von Realität. Dabei interessiert sie sich für das „optische Unbewusste“, jene verborgene visuelle Ebene, die sich unterhalb des Sichtbaren entfaltet. In Anlehnung an Laura Mulvey versteht Ebenhoch diese Ebene als eine Untersuchung der Verschiebungen zwischen Signifikant und Signifikat. Es handelt sich um eine Struktur, die sowohl das individuelle Unbewusste als auch kollektive kulturelle Fantasien durchzieht und in Erzählungen von Kunst, Design, Geschichte und Film verborgen liegt. 

Melanie Ebenhoch (*1985 in Feldkirch, AT) studierte an der Hogeschool voor de Kunsten Utrecht und absolvierte ihr MFA-Studium am Sandberg Institute in Amsterdam. Ihre Arbeiten wurden unter anderem in der Kunsthalle Bratislava, der Galerie Martin Janda (Wien), der Galerie Tobias Naehring (Leipzig), bei Hester (New York) sowie im Leopold Museum (Wien) gezeigt. Werke von ihr befinden sich in den Sammlungen des Museum der Moderne Salzburg, des Kunsthaus Bregenz und des Belvedere 21. Zu ihren jüngsten Einzel- und Gruppenausstellungen zählen Präsentationen in der Kunsthalle Wien, im Belvedere 21, bei Galerie Eva Presenhuber (Zürich) und Union Pacific (London). Melanie Ebenhoch lebt und arbeitet in Wien und Brüssel.

 

 

 

Fauquet beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit den Spuren, die die Fotografie hinterlässt und mit der Bewegung von Bildern. Ihr Zugang zur Fotografie ist einzigartig: Sie begreift das Bild als skulpturale Form, ein Zugang, der ihr ermöglicht, die Fluidität und Materialität des Mediums zu entdecken. Im Zentrum ihrer Praxis steht eine Auseinandersetzung mit der geheimnisvollen Kraft von Bildern. Ihre Konstellationen oder „Bildsysteme“ spielen mit der kontextuellen Mehrdeutigkeit ihrer Bildauswahl und stellen unsere Fähigkeit – oder Unfähigkeit – in Frage, Bilder innerhalb eines festen Rahmens kohärent zu lesen.
Inspiration findet Fauquet auch in natürlichen Formen, etwa in den organischen Strukturen von Muscheln, die die Rocaille-Ästhetik inspirieren. Diese formale Fluidität hat eine fast aquatische Qualität: Spiralen, Wellenlinien und Schwünge überlagern sich, wirbeln auf, prallen aufeinander und lösen sich schließlich in Abstraktion auf.

Hélène Fauquet (*1989 in Saint-Saulve, FR) studierte an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste (Städelschule) in Frankfurt am Main. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im Kunsthaus Glarus, im Kunstverein Nürnberg, bei Édouard Montassut Paris und bei Schiefe Zähne in Berlin gezeigt. Sie war Stipendiatin des 2-12-Programms der Cité Internationale des Arts, hatte eine Lehrtätigkeit an der Universität für angewandte Kunst Wien und wurde in Publikationen wie Artforum, ArtReview und MAY vorgestellt. Zu ihren jüngsten Einzel- und Gruppenausstellungen zählen unter anderem Präsentationen bei MEYER*KAINER Wien, Galerie Max Mayer Düsseldorf, Rodeo London und Ulrik New York. Hélène Fauquet lebt und arbeitet aktuell zwischen Wien und Paris.

 

 

 

Izsós Werk umfasst verschiedene Medien, darunter Skulptur, Installation und Fotografie, mit einem besonderen Fokus auf Assemblage. In seiner Praxis untersucht er Themen wie Häuslichkeit, Erinnerung und Identität, wobei er alltägliche Objekte als Metaphern für größere existenzielle Fragestellungen nutzt. Durch die präzise Anordnung von Materialien wie Holz, Textilien und gefundenen Objekten schafft er komplexe, taktile Installationen, die die Spannung zwischen Vertrautem und Unheimlichem thematisieren. Sein Werk ist von einer Auseinandersetzung mit Widersprüchen geprägt, zwischen Ordnung und Entropie, Intimität und Entfremdung.

Tobias Izsó (*1997 in Wien, AT) studierte Fotografie und Bildende Kunst an der Universität für angewandte Kunst Wien sowie Skulptur an der Akademie für Kunst, Architektur und Design in Prag. Seine Arbeiten wurden u. a. im Lentos Kunstmuseum Linz (Touch Nature, 2025), im Hunt Kastner Project Space Prag (Between the Doors, 2024), in der Galerie Schloss Wiespach (Hallein), der Fotogalerie Wien, dem Kunst Haus Wien, dem OFF Festival Bratislava und im Fotomuseum Winterthur gezeigt. Izsó wurde mit dem Emanuel & Sofie Fohn-Stipendium, dem Startstipendium für Bildende Kunst des BMKÖS sowie dem Fred-Adlmüller-Stipendium ausgezeichnet. Er lebt und arbeitet in Wien.

 

 

 

Kasalickys künstlerische Praxis untersucht das Ornamentale als geladene kulturelle Form, mit besonderem Fokus auf die Quaste als Symbol für Hierarchie, Ritual und Macht. In ihren skulpturalen Installationen wird das ehemals Dekorative zum Zentrum: Es besetzt und stört den Raum zugleich, durch reduzierte Formen und zurückhaltende Farbpaletten. Ihre Arbeiten verwandeln industrielle Seile in modulare, handgefärbte Raumzeichnungen, die zwischen Organischem und Künstlichem, Festem und Flüchtigem pendeln und stellen den Fetisch von Repräsentation selbst infrage.

Terese Kasalicky (*1988 in Klagenfurt, AT) schloss 2017 ihr Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien ab, wo sie bei Gunter Damisch und Veronika Dirnhofer studierte. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im Wien Museum, im Museum Moderner Kunst Kärnten, in der Artothek des Bundes sowie in zahlreichen Galerien, Kunsträumen und auf Kunstmessen gezeigt. Sie wurde mit dem Förderungspreis für bildende Kunst des Landes Kärnten ausgezeichnet und erhielt mehrere Stipendien zur Umsetzung großformatiger Installationen im Innen- und Außenraum. Gemeinsam mit Heti Prack betreibt sie den Kunstraum ES49 sowie das wandernde Ausstellungsprojekt Tombola. Sie lebt und arbeitet in Wien.

 

 

 

Lysovenkos Werk erforscht die Verflechtung von Körpern, Land und Geschichte und verwandelt das Pathos des sozialistischen Realismus in fragile, durchlässige Räume von Schmerz, Fürsorge und Freude. Sie sieht das Land als lebendige Materie, als Gebärmutter, Kosmos und Körper zugleich. Ihre Malereien thematisieren sowohl die Gewalttaten, die das Land erfährt, als auch seine stille Regeneration. In Rot-, Rosa- und Grüntönen gehalten, verschmelzen Figuren und Landschaften ineinander und suggerieren Transparenz, Intimität und Widerstandsfähigkeit. 
In ihren jüngsten Arbeiten zeichnet sie nicht-binäre Beziehungen nach, in denen Körper und Umwelt miteinander verschmelzen, sich gegenseitig tragen und verwandeln.

Kateryna Lysovenko (*1989 in Odesa, UA) studierte an der Nationalen Akademie für Bildende Künste und Architektur in Kiew. Ihre Arbeiten wurden auf der Biennale Matter of Art in Prag, bei From Ukraine: Dare to Dream auf der 60. Biennale von Venedig, im Ludwig Museum Budapest und im Museum für Museum of Modern Art Warschau gezeigt. Werke von ihr befinden sich in wichtigen institutionellen Sammlungen wie der Neuen Galerie Graz, dem Museum für Moderne Kunst in Warschau (MSN) und dem Ukrainischen Museum für zeitgenössische Kunst in Kiew.
Zu ihren jüngsten Einzel- und Gruppenausstellungen zählen der Kunstverein Hannover, Karma International Zürich, das Kunsthaus Graz und die Arsenal Gallery Białystok. Lysovenko lebt und arbeitet derzeit in Wien.

 

 

 

Reetz thematisiert in seiner künstlerischen Praxis, wie subkulturelle Strategien mit historischen Ereignissen sowie sozialen und ökonomischen Umbrüchen verbunden sind. Einen besonderen Fokus legt er auf den Abbau und die Verwendung von Schiefer in Thüringen, den er in Beziehung zur in den 1980er Jahren entstehenden Jugendkultur in der untergehenden DDR setzt. In seinen raumgreifenden Installationen kombiniert er traditionelle Handwerkstechniken mit digitalen Fertigungsarten.
Sukzessive entsteht ein spekulatives Archiv, das die Merkmale der Gothic-Kultur kurz vor und nach dem Mauerfall untersucht. Es hinterfragt ihr Verhältnis zur persönlichen und kollektiven Identitätssuche zu den unsichtbaren Regeln allgegenwärtiger Überwachung und kleinstädtischer Gemeinschaften sowie zum ökonomischen Mangel als treibende Kraft ihrer Entstehung.

Fabian Reetz (*1997 in Bad Salzungen, DE) schloss sein Studium der Freien Kunst an der Bauhaus-Universität Weimar im Januar 2025 ab und setzte seine Studien an der Akademie der bildenden Künste Wien fort. Seine Arbeiten wurden unter anderem im Kunsthaus Potsdam, bei Soy Capitan Berlin, im Cazul 101 in Bukarest und im Klocker Museum Innsbruck gezeigt. Er präsentierte sein spekulatives Archiv zur Gothic-Subkultur, zu Überwachung und ökonomischer Knappheit sowohl in Einzel- als auch in Gruppenausstellungen. Zu seinen jüngsten Ausstellungen zählen Exile Erfurt, das Kunsthaus Potsdam, Soy Capitan Berlin und Cazul 101 Bukarest. Er lebt und arbeitet in Wien.

 

 

 

Selmani setzt sich in seiner künstlerischen Praxis mit dem Konzept der wahrgenommenen Realität auseinander, indem er gesellschaftliche, politische und kulturelle Konstruktionen dekonstruiert, die ihn umgeben und geprägt haben. Schon in jungen Jahren wurde ihm beigebracht, ein Land zu verehren, das nicht mehr existierte. Diese Erfahrung führte zu einem grundsätzlichen Skeptizismus gegenüber vermeintlich gegebenen Realitäten. Diesen Zweifel verwandelte er später in ein produktives Werkzeug, um seine Überzeugungen visuell zu rekonstruieren.
1999 wurden alte Simulakren durch neue ersetzt. Die Ornamente eines früheren Raumes wurden neu aufgeladen, mit neuen Bedeutungen, aber auch neuen Unsicherheiten. Selmani begegnet sich selbst als Zuschauer dieses „andauernden Ereignisses“ und positioniert sich zugleich als Akteur. Seine Performances entwickelt er auf Grundlage persönlicher Geschichten, Überzeugungen und Zweifel.

Driton Selmani (*1987 in Doganaj / Kaçanik, XK) studierte Grafikdesign an der Fakultät für Künste der AAB in Pristina und absolvierte ein MFA-Studium an der Arts University Bournemouth. Seine Arbeiten wurden unter anderem bei der Manifesta 14 Prishtina, im MAXXI Rom, im Ludwig Museum Budapest und im Kunstraum Niederösterreich Wien gezeigt. Er erhielt Stipendien und Residenzen von CEC Artslink New York, dem Cultural City Network Graz und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin. Zu seinen jüngsten Einzel- und Gruppenausstellungen zählen das Museum of Contemporary Art Skopje, Kahan Art Space Wien & Budapest, die Mediterranea Biennale Ancona und die Marrakesch Biennale. Selmani lebt und arbeitet in Pristina.

 

 

 

Sýkorová arbeitet an der Schnittstelle von Bildender Kunst, Forschung und Performance. Sie entwickelt spekulative Strategien, die von technologischen und ökologischen Debatten geprägt sind. Ihre dystopischen Installationen rücken die Kälte und scharfen Kanten verlockender, zugleich verstörender Metallobjekte in den Vordergrund, eingebettet in veränderbare Ökosysteme. Diese Systeme nutzen häufig Ästhetiken der Verfremdung, um neue Formen von Intimität und Aufmerksamkeit zugänglich zu machen.
Sýkorová beschäftigt sich mit Themen wie Klimakrise und Überleben, den Verflechtungen biologischer und technologischer Prozesse sowie mit Wassersystemen als handelnde Akteure und autonome hormonelle Infrastrukturen, die auf unsere Körper einwirken. Durch diese sich wandelnden Formen versucht sie, Erzählräume zu öffnen, in denen ein Gleichgewicht zwischen körperlichen, technologischen und planetaren Infrastrukturen möglich wird.

Natália Sýkorová (*1998 in Prag, CZ) studierte an der University College London (Bartlett School of Architecture) sowie an der Akademie für Kunst, Architektur und Design in Prag, wo sie derzeit ein postgraduales Forschungsprojekt verfolgt. Ihre Arbeiten wurden unter anderem in der Kunsthalle Bratislava, der ACUD Galerie Berlin, bei MeetFactory Prag, in der Vunu Gallery Bratislava und im MuseumsQuartier Wien gezeigt, wo sie außerdem als Q21-Residentin zu Gast war. Ihre Praxis verbindet Technologie, Ökologie und Erzählungen in Form von Performance, Sound und Interface. Sie lebt und arbeitet in Prag.

 

 

 

Takriti beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit der Auslöschung von Archiven und den daraus resultierenden Lücken in historischen Erzählungen. Sie nutzt Video und Installation, um verborgene Geschichten in kolonialen und staatlichen Archiven zu hinterfragen. Ihre Arbeit analysiert,wie Machtverhältnisse Erinnerung aus einer dekolonialen und feministischen Perspektive formen. Dabei stellt sie die Konstruktion und Produktion historischer Narrative infrage und untersucht zugleich das Potenzial von „Kontamination“ als Strategie, um archivarische Lücken zu überleben.

Huda Takriti (*1990 in Damaskus, SY) absolvierte ihr Bachelorstudium an der Fakultät für Bildende Kunst in Damaskus, ihr Masterstudium an der Abteilung TransArts der Universität für angewandte Kunst Wien und promoviert derzeit im Fachbereich „PhD in Practice“ an der Akademie der bildenden Künste Wien.
Ihre Arbeiten wurden unter anderem im MQ Freiraum Wien, in der Kunsthalle Wien, im mumok Wien, in der Škuc Gallery Ljubljana, im Afro Asiatischen Institut Graz, im Kunstraum Lakeside, im Centre d’art Sa Quartera (Mallorca), im Addaya Centre for Contemporary Arts (Mallorca), bei Philomena+ Wien und in der Galerie Crone Wien gezeigt. Sie wurde mit dem Vordemberge-Gildewart-Preis (2022), dem Kunsthalle Wien Preis (2020), einem Stipendium der Camargo Foundation (2023) sowie dem Han Nefkens Foundation–Museu Tàpies Video Art Production Grant(2025) ausgezeichnet. Huda Takriti lebt und arbeitet in Wien.

 

 

 

Trapp beschäftigt sich in ihrer künstlerischen Praxis mit bäuerlicher Kultur und ihrem Nachleben. Sie arbeitet mit Objekten und Phänomenen, die sich in Schwellenräumen bewegen und als Dimensionstore fungieren. In Installationen, Performances und bildbasierten Arbeiten untersucht sie, wie imaginierte und materielle Landschaften durch menschliche Intention ebenso wie durch natürliche Kräfte geformt werden.
In neueren Arbeiten rückt sie das Motiv der Falle in den Fokus, sowohl als Objekt als auch als Infrastruktur. Die Falle erscheint als Mechanismus, der natürliche Kräfte in Systeme der Kontrolle, Instandhaltung und Weltgestaltung umlenkt. Durch die Verbindung von künstlerischer Intuition und kritischer Forschung erforscht Trapp, wie sich langsame Gewalt in häuslichen, emotionalen und ökologischen Räumen manifestiert. Dabei legt sie Strukturen offen, die einschränken und zeigt zugleich Möglichkeiten von Widerstand und Ausbruch auf.

Dominika Trapp (*1988 in Budapest, HU) schloss 2012 ihr Studium an der Ungarischen Universität der Bildenden Künste ab. Ihre Arbeiten wurden unter anderem in der Trafó Gallery Budapest, in den Karlin Studios Prag, bei der Baltic Triennial Vilnius, der Manifesta 14 Prishtina und der EVA International Limerick gezeigt. Sie wurde mit dem Esterházy Art Award ausgezeichnet und nahm an Residenzen bei Art in General New York, MQ Wien und FUTURA Prag teil. Zu ihren jüngsten Projekten zählen Beiträge zur Matter of Art Biennale Prag, zur EKO 9 Triennale Maribor, sowie Einzel- und Gruppenausstellungen in Budapest, Prag und Wien. Dominika Trapp lebt und arbeitet in Budapest.