Kunstpreise
viennacontemporary freut sich, in diesem Jahr erneut bedeutende Auszeichnungen zu verleihen und damit das Engagement zur Unterstützung von Künstler:innen und Galerien zu unterstreichen. Die Anerkennung ihrer Arbeit ist ein grundlegendes Fundament unserer Tätigkeit als Plattform: Sie verschafft ökonomische Ressourcen und symbolisches Kapital, um nachhaltige Verbindungen mit dem kulturellen Gefüge Wiens – einschließlich seiner renommiertesten Institutionen – zu schaffen.
Münze Österreich Preis 2025
Gewinnerin: Kateryna Lysovenko (Ukraine), vertreten durch die TBA Gallery (Warschau)
Mit dem neu ins Leben gerufenen Münze Österreich Preis, einer Kooperation mit der Münze Österreich und dem MAK – Museum für angewandte Kunst, würdigt viennacontemporary herausragende künstlerische Leistungen und ermöglicht eine außergewöhnliche institutionelle Präsentation von Künstler:innen in einer mittleren Karrierestufe.Mit € 35.000 dotiert, zeichnet der neu ins Leben gerufene Münze Österreich Preis, initiiert in Partnerschaft mit der Münze Österreich und dem MAK – Museum für angewandte Kunst, herausragende künstlerische Leistungen in der Mid-Career-Phase* aus – nicht nur im Hinblick auf das Alter, sondern auch auf die künstlerische Entwicklung. Der Preis umfasst zudem die Realisierung einer Ausstellung im MAK, die von 16. September bis 18. Oktober 2026 parallel zur viennacontemporary 2026 zu sehen sein wird.
Nach einem Rundgang über die Messe am Donnerstag, den 11. September, gab die internationale Jury – bestehend aus Lilli Hollein (Generaldirektorin, MAK – Museum für angewandte Kunst, Wien), Helmut Andexlinger (Leiter der Graveurabteilung, Münze Österreich, Wien), Adam Budak (Direktor, MOCAK Museum of Contemporary Art, Krakau), Yilmaz Dziewior (Direktor, Museum Ludwig, Köln) und Filipa Oliveira (Direktorin, Museu Nacional de Arte Contemporânea – Museu do Chiado, Lissabon) – Kateryna Lysovenko (Ukraine), vertreten durch die TBA Gallery (Warsaw), als Preisträgerin bekannt.
* Der Preis richtet sich an herausragende Künstler:innen in einer mittleren Karrierestufe – verstanden nicht nur altersbedingt, sondern auch in Bezug auf die künstlerische Entwicklung: für jene, die über die „emerging“-Phase hinaus, jedoch noch nicht vollständig etabliert sind.
viennacontemporary | Bildrecht SOLO Award 2025
Gewinner:innen: Natalia Sýkorová (SLO) und VUNU (Wien / Bratislava / Košice)
Der vienncontemporary | Bildrecht SOLO Award 2025 in Zusammenarbeit mit Bildrecht, würdigt eine herausragende Solopräsentation auf der Messe. Der mit € 6.000 dotierte Preis wird zu gleichen Teilen zwischen der/dem ausgezeichneten Künstler:in und der Galerie aufgeteilt. Alle Solopräsentationen wurden berücksichtigt, wobei die Jury besonderes Augenmerk auf junge, aufstrebende Positionen legte, deren künstlerische Praxis sich im internationalen Kontext neben etablierten Stimmen behaupten kann. Zugleich hebt der Preis das besondere Engagement der teilnehmenden Galerien hervor, insbesondere jener, die mit innovativen Präsentationsformaten experimentieren, welche ihre kuratorische Vision widerspiegeln.
Nach eingehender Sichtung aller Solopräsentationen gab die Jury – bestehend aus Sandro Droschl (Gründungsdirektor und Kurator, HALLE FÜR KUNST Steiermark, Graz), Frederike Sperling (Künstlerische Leiterin, Kunstraum Niederösterreich, Wien), Florian Steininger (Künstlerischer Direktor, Kunsthalle Krems, Krems an der Donau), Tina Teufel (Kuratorin für zeitgenössische Kunst, Museum der Moderne Salzburg, Salzburg) und Paula Watzl (Chefredakteurin und Leiterin Online Content, PARNASS Kunstmagazin, Wien), gemeinsam mit Günter Schönberger und Esther Hladik von Bildrecht – die/den Gewinner:in des diesjährigen SOLO Awards bekannt: Natalia Sýkorová (SLO) und VUNU (Vienna / Bratislava / Košice)
Statement der Jury : “Die Präsentation von Natalia Sýkorová bei der Galerie VUNU, Zone 1, zeigt skulpturale Setzungen in einem multisensorischen, von performativen Gesten durchdrungenen Ensemble. Sie bricht infrastrukturelle Komplexitäten auf, und das Element Wasser wird in seinen vielschichtigen Bezügen erschlossen. Geöffnete Behälter, organische Formen, erweiterte Prothesen und die Ambivalenz zwischen Zerstörung und Heilung zeugen von der Fragilität menschlicher Existenz im Zusammenspiel mit der Natur. Gleichzeitig wird technischen Versatzstücken durch ihre Abstrahierung aus der ursprünglichen Funktion neues Leben eingehaucht. Mit der Vergabe des Preises an VUNU betont die Jury des vienncontemporary | Bildrecht SOLO Awards zudem die Relevanz des Galeriestandorts Bratislava und würdigt die neue Präsenz der Galerie in der Wiener Florianigasse.“
Art for Stronger Democracies Preis 2024: Ulrike Müller | MEYER*KAINER
In Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten initiierte viennacontemporary 2024 den Art for Stronger Democracies Preis, der künstlerische Praktiken ehrt, die demokratische Werte, zivilgesellschaftliches Engagement und gesellschaftlichen Fortschritt fördern.
Die erste Preisträgerin ist Ulrike Müller (vertreten durch MEYER*KAINER) für ihr Wandbild The Conference of the Animals (A Mural) (2020), erstmals gezeigt im Queens Museum, New York. Mit einer Neuinterpretation von Erich Kästners allegorischem Kinderbuch schafft Müllers Abstraktion eine eindringliche Reflexion über kollektives Handeln, Vielfalt und demokratische Erneuerung.
Die internationale Jury lobte die universelle Sprache der Demokratie in ihrem Werk, die Räume für Verhandlung, Imagination und mehr-als-menschliche Perspektiven auf Frieden und Teilhabe eröffnet. In Zeiten gesellschaftlicher Turbulenzen könne Kunst radikale Vorstellungskraft ermöglichen und neue Zukunftsbilder entwerfen.
Das Preisgeld beträgt 10.000 €, die zu gleichen Teilen an die Künstlerin und ihre Galerie gehen. Auf der viennacontemporary 2025 wird Müllers Tapisserie Rug (por ahora) (2022) gezeigt – ein Werk, das thematisch eng mit dem preisgekrönten Wandbild verbunden ist.
Über die Künstlerin: Ulrike Müller (*1971, Österreich) arbeitet in Malerei, Zeichnung und Installation. Bekannt für ihre innovative Verwendung der Abstraktion, verbindet sie feministische und queere Perspektiven mit modernistischen Traditionen. Ihre Arbeiten wurden international präsentiert, u. a. bei der Biennale von Venedig (2019), der Carnegie International (2018) und der Whitney Biennale (2017).
Sculpture Project 2024: Lukas Thaler | Galerie Elisabeth & Klaus Thoman
viennacontemporary und JP Immobilien freuen sich, den Gewinner der zweiten Ausgabe des Sculpture Project zu präsentieren: Lukas Thaler (vertreten durch Galerie Elisabeth & Klaus Thoman).
Ausgezeichnet wurde sein Entwurf Seating Variations (Bench #1, #2, #3) – ein Trio von in Stein gravierten Skulpturen, die Funktionalität mit konzeptueller Tiefe und ästhetischer Innovation verbinden. Die modularen Bänke, versehen mit Inschriften wie „This is it, there is nothing else“, „incredibly vague“ und „this changes everything“, schaffen Räume für Reflexion, Gespräch und Ruhe.
Die Jury hob hervor, wie Thalers Werk körperliche Erfahrung und intellektuelle Fragestellung vereint und damit das Verhältnis von Form, Materialität und gesellschaftlicher Bedeutung neu denkt.
Seating Variations wird im Foyer der Messe Wien, Halle D, während der viennacontemporary 2025 (11.–14. September) präsentiert.
Über den Künstler: Lukas Thaler (*1989) arbeitet an den Schnittstellen von Material, Form und Bedeutung. Seine Skulpturen verbinden traditionelles Handwerk mit digitalen Prozessen und eröffnen Dialoge zwischen Abstraktion und Realität. Seine Arbeiten wurden u. a. im Belvedere 21 sowie international gezeigt. Seit 2024 wird er von der Galerie Elisabeth & Klaus Thoman vertreten. Thaler lebt und arbeitet in Wien.

