viennacontemporary

Talks

Talks Programm
Talks Area
| Stand C32

 

Talks: WHERE ARE WE NOW?
Kuratorin: Kimberly Bradley
28.–30. September, 15:30 Uhr, 17:00 Uhr

Where are we now ist eine Reihe von Konversationen und Diskussionen, die über die Funktionsfähigkeit derzeitiger Kunstwelt-Modelle nachdenkt und sie untersucht, sowie mögliche Resultate eines Wandels vorhersagen will. Als Teil von viennacontemporarys täglichem Programm hat die Kunstkritikerin und Journalistin Kimberly Bradley eine Reihe von Diskussionen zusammengestellt, die sich aus der Perspektive von KünstlerInnen, internationalen SammlerInnen, MuseumsdirektorInnen, HändlerInnen, KunstkritikerInnen und KuratorInnen mit verschiedenen Aspekten des sich im Wandel befindlichen Kunstmarktes befassen – in Wien und weit darüber hinaus.

Die in Berlin und Wien lebende Amerikanerin Kimberly Bradley vereint die Welten des kulturjournalistischen Mainstreams mit jener der Kunstkritik. Die Arbeiten der Kuratorin entstammen dem Journalismus, den sie auch heute aktiv betreibt. Bradley schreibt regemäßig Beiträge für The New York Times, vordergründig über Themen der Kunstwelt und KünstlerInnen, aber auch über das Tagesgeschehen. Sie ist außerdem als Wien-Korrespondentin des Londoner Monocle Magazins tätig, wo sie über Allgemeinthemen schreibt und oftmals als Kunstkritikerin im Webradio von Monocle auftritt. Ihre Kritiken und kunstbezogenen Stellungnahmen erscheinen in Publikationen wie Art-Agenda, ArtReview, Frieze und Mousse.
Bradley lektoriert regelmäßig Kataloge und Mongrafien für große Museen und Institutionen im deutschsprachigen Raum. Vier Jahre lang war sie als Lektorin für das Texte zur Kunst Magazin tätig und lektoriert seit 1999 die englischsprachigen Publikationen des süddeutschen Residency-Programms Akademie Schloss Solitude. Seit 2013 ist Bradley Vortragende an der Berlin-Niederlassung der New York University, wo sie über zeitgenössische Kunstpraktiken und -theorie lehrt. 2016 und 2017 unterrichtete sie einen intensiven Kunst-Schreibkurs an der internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg.

 

Collectors Talks
Kuratorin: Vivian Gandelsman
28.–30. September, 14:00 Uhr

Die „A-live” Interview-Serie der Plattform Artload gewährt im Rahmen der viennacontemporary exklusive Einblicke in die Herausforderungen und Strategien im Aufbau einer bedeutsamen Kunstsammlung, zeigt individuelle Ansätze von Sammlungen auf und erwägt Möglichkeiten, private Kunstsammlungen zum Dienste der Gesellschaft einzusetzen. Durch Interviews mit den einflussreichsten SammlerInnen des internationalen Kunstkreises bietet Artload sowohl lokale als auch globale kritische Perspektiven auf zeitgenössische Kunst.

Vivian Gandelsman ist sowohl wissenschaftlich als auch als Beraterin im Bereich der zeitgenössischen Kunst tätig. Sie lebt in São Paulo und verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung in der internationalen Kunstszene mit engen Kontakten zu Galerien, Messen und Biennalen. Seit 2014 zeichnet Gandelsman unermüdlich den primären Kunstmarkt auf und hat bereits über 200 Videointerviews mit KünstlerInnen, KuratorInnen, GalleristInnen, SammlerInnen und anderen Persönlichkeiten der Kunstwelt geführt. Die eingehenden Gespräche offenbaren ihr umfangreiches Wissen und Engagement in der heimischen und internationale Kunstszene und bescherten ihr Aufträge als Kunstberaterin an Messen und von Personen, die sich für die Produktion zeitgenössischer Kunst interessieren. Vielmehr als um private oder berufliche Anerkennung ging es Gandelman bei ihren Recherchen für Artload darum, das Andenken an die Gegenwart zu bewahren und sensible wie entscheidende Ereignisse zu teilen, die hinter den Kulissen der Kunstwelt geschehen.

 

Media Talks
28.–30. September, 12:30 Uhr

Bereits zum dritten Mal bietet viennacontemporary einer beeindruckenden Bandbreite von Medien, wie EIKON, Collectors Agenda, PARNASS, die ihre Sicht auf die zeitgenössische Kunstwelt verlautbaren, eine Bühne.

 

Am Donnerstag, dem 27. September, wird viennacontemporary auch die Spezialveranstaltungen in der Talks Area beherbergen, die einen Keynote Event in Zusammenarbeit mit der International Art Market Studies Association (TIAMSA), eine Buchpräsentation und einen Vortrag über das AWAY Projekt, sowie den Vortrag Artistic Practices and Transient States von Ruben Arevshatyan im Rahmen des Focus: Armenia Projektes beinhalten.

 

Programmänderungen vorbehalten.

Donnerstag, 27. September 2018

14:00-15:00 Uhr | Artistic Practices and Transient States
Im Rahmen von Focus: Armenia

Ein Vortrag von Ruben ArevshatyanKünstler, Kunstkritiker, unabhängiger Kurator, Vorsitzender von AICA-Armenia, Lehrer am Contemporary Art Institute, Jerewan

“Übergangszustand” ist die vorherrschende Bezeichnung, die in unabhängigen postsowjetischen Nationen für die sozialen, politischen, wirtschaftlichen und natürlich kulturellen Entwicklungen verwendet wird. Wenn wir heute an die 30-jährige Zeitspanne dieser drastischen Veränderungen in den Ländern zurückdenken, können wir beobachten, dass trotz unterschiedlicher sozialer und politischer Resultate der «Übergangsstatus» ironischerweise oder unweigerlich die hauptsächliche Existenzform dieser Gesellschaften bleibt.
Armenien ist gerade durch die samtene Revolution gegangen und erfährt jetzt einen Übergangszustand: eine Übergangsregierung, intensive postrevolutionäre Prozesse, die typsich für Übergangssituationen sind, etc… Was könnten die Ergebnisse dieser Übergänge sein? Wie sähe die Verwirklichung der verschiedenen und mehrdeutigen kollektiven Hoffnungen an diese Revolution aus? Die Situation der zeitgenössischen Kunst in Armenien hat sich gleichzeitig mit den revolutionären Übergängen des Landes seit Mitte der 80-Jahren entwickelt. Die Verbindung mit diesen Übergängen, die von kritischen Reflexionen und direkten Interaktionen mit politischen und sozialen Prozessen bis zu entrückten Träumereien über die verschiedenen Aspekte des Wandels reicht, bietet eine Möglichkeit, die verschiedenenLogikmuster und Interpretationenen einer turbulenten Periode nachzuverfolgen, die das Land und die Welt in den letzten 30 Jahren durchgemacht hat.

 

15:30-16:30 Uhr | „Was kann eine Residency?“
Buchpräsentation und Talk

Katrin HornekKünstlerin, Wien
Holger JagersbergerLeiter des Atelierhauses Salzamt, Linz
Christiane KadaLand Steiermark, Abteilung Kultur – Preise und Stipendien
Olga OkunevBundeskanzleramt Österreich Sektion II Kunst und Kultur, Abteilung II/1, Bildende Kunst, Architektur, Design, Mode, Foto- und Medienkunst
Peter J. SchneemannKunsthistoriker und Autor, Universität Bern
Begrüßung und Einführung: Alexandra Grausam, Projektleiterin und Kuratorin AWAY – a project around residencies
Moderation: eSeL (Lorenz Seidler)

Seit zwei Jahren beleuchtet „AWAY – a project around residencies“ das renommierte Auslandsatelier-Programm des Bundeskanzleramts Österreich (BKA). Die nun im Rahmen der viennacontemporary erstmals präsentierte Publikation dokumentiert die Geschichte des Programms u.a. anhand der 2016 gezeigten Ausstellung und greift darüber hinaus wesentliche Fragestellungen zu diesem Thema auf. Gemeinsam mit den geladenen Gästen werden aktuelle Zielsetzungen von Atelier-Programmen aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert. Gespräch auf Deutsch.

 

17:30-19:00 Uhr | Rundtisch „The Art Market and the Internet“
2018 Conference of The International Art Market Studies Association

Kristina Kulakova, Leiterin Digitales und PR, viennacontemporary
Sophie Neuendorf, Vizepräsidentin – Strategische Partnerschaften, artnet
Anna Maja Spies, Global Lead of Cultural Partnerships, Artsy
Prof. Dr. Olav Velthuis, Universität Amsterdam
Moderation: Dr. Johannes Nathan, Direktor von Nathan Fine Art, Vorstand der Int’l Art Market Studies Association

Das Internet hat großen Einfluss auf den Kunstmarkt. Mit seinen Datenbanken, Online-Verkäufen, Informationen über kommerzielle Galerien, Aktionshäuser und vielem mehr, scheint das „World Wide Web“ alles zu bieten, um informiert zu bleiben und an Transaktionen teilzunehmen. Und doch bleiben viele „altmodische“ Gebräuche des Kunsthandels, wie Handschlag-Vereinbarungen und Abendauktionen bestehen, während reale Plattformen wie Kunstmessen sogar immer weiter an Popularität gewinnen. Dieser Roundtable beleuchtet die komplexe Beziehung zwischen dem Kunstmarkt und dem Internet – ein faszinierendes, noch weitgehend unerforschtes Thema.

 

Freitag, 28. September 2018

12:30-13:30 Uhr | Media Talks | EIKON
Stillleben. Ein Genre erfindet sich neu?

Manuel Gorkiewicz, Künstler, Wien
Bettina Leidl, Direktorin des KUNST HAUS WIEN
Moderation: Nela EggenbergerChefredakteurin von EIKON

Das Stillleben, ein Klassiker der Fotografie, der lange Zeit in einer Nische der zeitgenössischen Kunst verortet war, wird in jüngster Zeit von zahlreichen KünstlerInnen wieder aufgegriffen und neu interpretiert. Lässt sich in diesem Zusammenhang aber auch von einer tatsächlichen Aktualisierung des Genres sprechen? Und wenn ja, warum geschieht dies gerade heute? Diesen und weiteren Fragen möchte EIKON anlässlich des aktuellen Schwerpunkts der Septemberausgabe in einem ExpertInnen-Gespräch nachgehen. Gespräch auf Deutsch.

 

14:00-15:00 Uhr | Collectors Talks
Artload „A-live“ Interview mit John Evans, Stuart Evans

Stuart und John Evans, Vater und Sohn, sammeln zeitgenössische Kunst und unterstützen darüber hinaus auch Andere bei deren Kunstsammlungen. Ihr Enthusiasmus wurzelt in ihrer Leidenschaft, dem Leben mit der Kunst.
Stuart, der von 1981 bis 2008 Partner in der internationalen Anwaltskanzlei Simmons & Simmons war, ist maßgeblich für die Kunstsammlung seiner Firma verantwortlich. In der Sammlung zeitgenössischer Kunst befinden sich u.a. frühe Arbeiten von Tracey Emin, Angus Fairhurst, Damien Hirst, Gary Hume, Michael Landy, Sarah Lucas, Chris Ofili, Wolfgang Tillmans, Mark Wallinger und Gillian Wearing.
John und Stuart bauten in den letzten zehn Jahre eine gemeinsame Sammlung auf, in der die Arbeiten lateinamerikanischer KünstlerInnen vereint sind. Um lateinamerikanische Kunst einem neuen Publikum näher zu bringen, hat John Evans das Projekt „BALON“ gegründet.

 

15:30-16:30 Uhr | Talks WHERE ARE WE NOW?
Taking the pulse of viennacontemporary’s host city

Herwig KempingerPräsident der Secession, Wien
Maria Inez PlazaGaleristin, Exile Gallery, Berlin
Laura Windhager, Gründerin und Direktorin von GIANNI MANHATTAN, Wien

Kunst in Wien ist im raschen Wandel begriffen: neben dem klassischen Kunstbetrieb wächst eine neue Generation von Akteuren heran. Dieses Panel behandelt die vielen Entwicklungsbedingungen um Wiens KünstlerInnen, Galerien, Kunstmärkte und Institutionen – und fragt sich, wie die lokale Szene auf die grundlegenden politischen Entwicklungen in Österreich reagieren kann.

 

17:00-18:00 Uhr | Talks WHERE ARE WE NOW?

Chloe Piene, Künstlerin, USA/Netherlands
Chloe Stead, Kunstkritikerin, Schriftstellerin, Berlin
Sophie TappeinerGaleristin, Sophie Tappeiner, Wien

Details werden bekanntgegeben.

 

Samstag, 29. September 2018

12:30-1:30 Uhr | Media Talks Collectors Agenda
»It’s pretty good work«

Vincenzo Della Corte, Galerist, Vin Vin, Wien
Maruša Sagadin
, Künstlerin, Wien
Chloe Stead, Kunstkritikerin, Schriftstellerin, Berlin
Moderation: Alexandra-Maria Toth, Redakteurin Art Platform Collectors Agenda, Wien

Während die zeitgenössischen Kunstwelt mit Rekordverkäufen beeindruckt und der Wert von Kunst an währungstechnische Kriterien geknüpft wird, scheint die orientierungsgebende und kontextualisierende Rolle von Kunstkritik nicht mehr die kritische Masse des Kunstpublikums erreichen zu können. Der Einfluss von Kunstkritik, einst nützlich als Anbieter neuer Bewertungskriterien und Navigationshilfe angesichts eines anhaltenden Stromes neuer künstlerischer Praxen, nimmt ab. Wie kann die Kunstkritik ihre alte Rolle zurückgewinnen und wieder zu einem fixen Bestandteil der Kunstszene werden? Und was könnte Kunstkritik noch umfassen? In Zeiten, in denen Populismus am Vormarsch ist, könnte sie vielleicht eine größere Rolle in der Sensibilisierung und Förderung der Wertschätzung künstlerischer Arbeit und kritischem Denken einnehmen für ein breiteres Publikum, abseits des bestehenden Kunstkreises?

 

14:00-15:00 Uhr | Collectors Talks
Artload „A-live“ Interview mit Luiz Augusto Teixeira de Freitas

 

15:30-16:30 Uhr | Talks WHERE ARE WE NOW?
Global affairs: the shifting weights of center and periphery

Marina Fokidis, Unabhängige Kuratorin, Gründungsdirektorin und Chefredakteurin von South as a State of Mind, Athens
Hicham Khalidi, Teilhabender Kurator bei Lafayette Anticipation in Paris, Direktor des Jan van Eyck Academy, Maastricht, Hauptkurator der Rotterdam Trienniale
Irena PopiashviliDirektorin der Kunsthalle Tbilisi

Dieses Panel untersucht die Rolle von Kunst, die unter nicht-eurozentrischen Bedingungen geschaffen und ausgestellt wird – damit ist nicht nur der globale Süden gemeint, sondern auch die postsowjetischen Zonen (die einstige „zweite Welt”) und die verschwommenen Grenzen zwischen den traditionellen Zentren und den Peripherien. Kann uns Kunst, die von westlichen und nördlichen Auffassungen von Kunstgeschichte und Ästhetik abweicht – und ebenso von bekannten Modellen und Strukturen von Ausstellungen, Vertrieb, institutioneller Infrastruktur und Marktanliegen – neue Wege aufzeigen, relevante globale Themen zu behandeln?

 

17:00-18:00 Uhr | Talks | WHERE ARE WE NOW?
Art’s responsibility in times of political/societal change

James English LearyKünstler, New York
Mohammad Salemy, Kunstkritiker, Künstler, Kurator, Berlin
Nicolaus Schafhausen, Direktor der Kunsthalle Wien

Angesichts des Populismus und der Unzahl von anderen politischen Umbrüchen der letzten Jahre haben soziale Praktiken und KünstlerInnen-Aktivismus innerhalb des letzten halben Jahrzehnts enorm an Sichtbarkeit gewonnen. Diese Diskussion erforscht die Probleme und Potentiale innerhalb dieser Praktiken sowie innerhalb der Kunststrukturen und -mechanismen. Kann – oder sollte – Kunst Wandel in der echten Welt herbeiführen? Und wenn ja, wie?

 

Sonntag, 30. September 2018

12:30-13:30 Uhr | Media Talks PARNASS
Collecting Young Art

Silvie Aigner, Chefredakteurin des österreichischen Kunstmagazins PARNASS
Victoria Dejaco, Kuratorin ZONE1, Schriftstellerin, Kuratorin der Stefan Stolitzka Collection

Dank fortschrittlich denkender Institutionen und zahlreicher Galerien, die österreichische und internationale KünstlerInnen vertreten, boomt Wiens zeitgenössische Kunstszene. In den letzten Jahren hat eine neue Generation die lokale Kunstszene im Sturm erobert, die Wiener Kunst mit junger, innovativer Energie vorantreibt und sowohl lokale Talente als auch KünstlerInnen aus dem Ausland ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt. Anhand der von Victoria Dejaco ausgewählten acht KünstlerInnen der ZONE1 erläutert diese Konversation Wiens Kunstszene und die Konditionen, die für die Bildung eines unterstützenden Ökosystems für junge KünstlerInnen, SammlerInnen und Galerien essentiell sind. Gespräch auf Deutsch.

 

14:00-15:00 Uhr | Collectors Talks
Artload „A-live“ Interview mit Bernardo Faria

 

15:30-16:30 Uhr | Talks | WHERE ARE WE NOW?
Patronage 2.0

Michael Xufu HuangSammler, Mitbegründer, M WOODS Museum, Peking
Stefan SimchowitzSammler, Kurator, Kunstberater, Los Angeles (via Skype)

Während Patronage historisch für die kulturelle ideologische Vorherrschaft, den Reichtum und die Macht einiger weniger Mäzenen stand, schufen die künstlerische Evolution und Markentwicklungen des 20ten Jahrhunderts dem Patron eine neue Rolle. Wenn man die Komplexitäten des einundzwanzigsten Jahrhunderts in Betracht zieht, ist Mäzenatentum immer noch die meist ungleiche soziale Verhandlung, die es so lange war? Dieses Panel diskutiert über zeitgenössische Patronage durch die Linse aktueller Positionen und Projekte und fragt sich: Wie könnte das Patronat der kommenden Jahre aussehen?

 

17:00-18:00 Uhr | Talks WHERE ARE WE NOW?
Art criticism in the age of fake news

Filipa Ramos, Chefredakteurin von art-agenda, New York/London
Kolja Reichert, Kunstkritiker, Berlin
Nina Schedlmayer, Freie Kunstkritikerin, Wien

In ihren vielen unterschiedlichen Formen und in einer andauernden “Krise” befindlich – wo steht die Kunstkritik augenblicklich im größeren Kontext der Kunst? Dieses Panel untersucht, wie Kunstkritik an Relevanz gewinnen könnte in einer Zeit, in der Worte wenig zählen. Potentiale könnten in neuen Plattformen, sozialen Medien und innovative Ansätze der Kunstkritik liegen – und diese sind von Land zu Land unterschiedlich. Auch Ethik spielt eine Rolle: über was wird berichtet und warum? Läuft die vergleichsweise zahme Kunstkritik von heute Gefahr, zu schnöder PR zu verkommen? Und vor allem, wie stellen wir uns Kunstpublikationen der Zukunft vor?